Stör

Stör
Stör1 〈m. 1Angehöriger einer Unterklasse der Fische, die in Flüssen gefangen werden, um ihren Rogen (Kaviar) u. ihre Schwimmblase (Hausenblase) zu gewinnen: Acipenseridae [Herkunft unsicher]
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Stör2 〈f.; -; unz.; bair., österr., schweiz.; frühertageweise Arbeit im Haus des Kunden (bes. von Weißnäherinnen, Schneiderinnen) ● auf der \Stör arbeiten; in die \Stör gehen [<mhd. stœre „Störung“, da der Handwerker, der nicht in der eigenen Werkstatt arbeitete, sondern zum Kunden ins Haus gehen musste, den allgemeinen Brauch, die übl. Ordnung störte]

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Stör , der; -[e]s, -e [mhd. stör(e), stür(e), ahd. stur(i)o, H. u.]:
(vorwiegend im Atlantik u. seinen Nebenmeeren lebender, zum Laichen in die Flüsse aufsteigender) großer, auf dem Rücken blaugrau, auf der Unterseite weißlich gefärbter Fisch.

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Stör
 
die, rechter Nebenfluss der Unterelbe, in Schleswig-Holstein; entspringt südöstlich von Neumünster, fließt im windungsreichen Unterlauf in einem breiten Tal, das vor seiner Eindeichung (seit dem 12. Jahrhundert) bei Flut überspült wurde, mündet nordwestlich von Glückstadt; 88 km lang; im gezeitenbeeinflussten Unterlauf schiffbar; an der Mündung ein Sturmflutsperrwerk (1971-75 erbaut).
 

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1Stör, der; -[e]s, -e [mhd. stör(e), stür(e), ahd. stur(i)o; H. u.]: (vorwiegend im Atlantik u. seinen Nebenmeeren lebender, zum Laichen in die Flüsse aufsteigender) großer, auf dem Rücken blaugrau, auf der Unterseite weißlich gefärbter Fisch.
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2Stör, die; -, -en [mhd. stœre = Störung, zu ↑stören; ein Handwerker, der früher nicht in der eigenen Werkstatt arbeitete, sondern ins Haus seines Kunden ging, störte die allgemeine Zunftordnung] (südd., österr., schweiz. früher): im Haus des Kunden durchgeführte handwerkliche Arbeit: auf S. sein, gehen (bei einem Kunden arbeiten); auf die/in die S. gehen.

Universal-Lexikon. 2012.

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